Geomantie und ein Baugebiet – Abschluss

Letzter Teil “Geomantie und ein Baugebiet”

Nachdem ich alle bestellten „Genusslebensmittel“ besorgt hatte, machte ich mich – zusätzlich mit ein paar Tonschalen – auf den Weg zur Wiese. Zuvor hatte ich mir noch auf dem Flurplan mit den eingezeichneten Strauchkolonien markiert, wo genau die jeweilige Bestellung aufgegeben worden war. Nach meiner Ankunft und der Begrüßung bewegte ich mich zur ersten Kolonie nahe der Straße und gab mich zu erkennen. Ich stellte meinen Korb auf der Wiese ab und begann eine Schale aus dem Rucksack zu holen. Noch hörte ich nichts und ich konnte auch sonst nichts wahrnehmen. Als ich dann den Zwiebelkuchen aus dem Korb nahm, vernahm ich ein freudiges Raunen. Daraufhin folgte ein: „Und der Birnengeist?“ Ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen und freute mich, dass dies mit Sicherheit heute kein bierernstes „Gaben-Ritual“ werden würde.

Geomantie asimo Stephan Kordick Geomantie Baugebiet

Ich nahm den Zwiebelkuchen und servierte ihn unterhalb den Büschen, im Gras an der Böschung. Danach stellte ich eine Tonschale daneben und füllte sie bis zu einem Drittel mit Birnengeist. Während dieser Zeit blieb ich gedanklich immer verbunden mit dem Baugebiet und seinen Bewohnern – und fühlte tiefe Dankbarkeit in mir, hier sein und mit allen geistig-seelischen Wesen verbunden sein zu dürfen. Ich durfte ein Teil von ihnen sein und ihnen allen „hier und jetzt“ begegnen.
Auf dem Boden kniend bereitete ich die Gaben und verweilte dann noch eine ganze Zeit an diesem Ort.
So ging ich von Platz zu Platz, um alles zu servieren, was in Auftrag gegeben worden war. Die Flaschen mit dem Birnen- und Zwetschgengeist ließ ich geöffnet an den jeweiligen Positionen stehen, damit sich alle quasi noch nehmen können, je nach Belieben.
Das Ganze dauerte ca. drei Stunden und ich nahm danach an der Böschung Platz, um noch einmal in Verbindung mit allem zu sein, was mich umgab, und diese begegnete Zeit reflektieren zu lassen.

Im Laufe der nächsten Monate begab ich mich mindestens einmal pro Woche zu diesem zukünftigen Baugebiet. In dieser Zeit reifte auch der Erschließungsplan.

Und am 17.02.2014 war es dann soweit. Der erste Spatenstich für den Beginn der Erdarbeiten zur Erschließung des Baugebietes wurde ausgeführt.

Geomantie asimo Stephan Kordick Geomantie Baugebiet

Der Mond stand abnehmend und absteigend im Tierkreiszeichen Jungfrau und war ein idealer Zeitpunkt für den Beginn der Erdarbeiten. Bereits zwei Tage zuvor schmückte ich den Spaten und bereitete das Räucherwerk vor, welches ich mitnehmen wollte. Am 16. Februar war ich dann um kurz vor Mitternacht beim Baugebiet und begab mich zur Mitte des zu bebauenden Areals. Ich verband mich mit Mutter Erde, dem Baugebiet und allen dortigen Wesenheiten. Anschließend erweiterte ich den Bewusstseinskreis über den Ort und das gesamte Landschaftsgebiet aus, welches dieses Baugebiet einbettet. Nach einer Weile sammelte ich dieses Bewusstseinsfeld auf den Punkt, an dem ich mit meinem Spaten stand. Ich füllte den Räuchersand in die Schale und entzündete drei Kohlen. Nachdem die Kohlen ihre optimale Hitze erreicht hatten, legte ich das Räucherwerk darauf. Ich kniete mich vor die Schale und hielt den Spaten in meiner rechten Hand. Ich begann einen Dialog mit Mutter Erde und dankte ihr für mein Hiersein und für diesen Akt, „der ersten Berührung“ durch den Spatenstich. Nachdem ich meinen Dialog beendet hatte, erhob ich mich, blickte Richtung Süden und vollzog den ersten Spatenstich. (Mehr zum Thema Spatenstich in meinem Buch „Die Geburt des Raumes“)

Nach Ausführung dieses Aktes verweilte ich noch einige Zeit an diesem Platz und dankte für diese Begegnung und die wundervolle Zeit, die ich hier miterleben durfte. Im Anschluss daran verabschiedete ich mich von diesem Areal und begab mich nach Hause.
Am Tag darauf wurde mit den Erdarbeiten begonnen und ich begleitete diese bis zum Abschluss bzw. bis zur Abnahme durch das beauftragte Ingenieurbüro.

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